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Gehmeditation

Schritt für Schritt hin zum wahren Glück!

Gehmeditation - die ersten Schritte

Meditation soll uns vom Leiden befreien und zum wahren Glück verhelfen. Die Gehmeditation ist dabei ein wichtiges Werkzeug und Hilfsmittel, um die Früchte der Meditation ins normale Leben zu transportieren.

In der Meditation üben wir unseren Geist zu fokussieren, wir entwickeln Achtsamkeit und sehen am Ende uns selbst und die Welt um uns herum mit vollkommen anderen, neuen Augen. Am Ende entdecken wir tiefes Glück und finden wahre Freiheit. 

Doch leider haben viele Menschen die falsche Vorstellung, dass richtiges Meditieren im sitzen mit gekreuzten Beinen im vollen Lotussitz geschehen müsste. Meditieren im Gehen ist dagegen etwas für Anfänger und solche die nicht richtig und lange genug sitzen können. Falsch gedacht

Die Mediation im Gehen ist eine eigenständige, vollwertige und eigentlich sogar sehr fortgeschrittene Meditationstechnik.

Warum das so ist und warum du die Gehmeditation unbedingt mit in deine Meditationspraxis aufnehmen solltest, wenn du in der Meditation wirklich weiterkommen möchtest, erfährst du im nachfolgenden Artikel.

Grundlagen der Gehmeditation und Warum du die gehmeditation unbedingt in deine Meditationspraxis mit aufnehmen solltest.

4 gute Gründe für eine Gehmeditation:

  1. Die Gehmeditation hilft dir die in der Sitzmeditation erworbenen Fähigkeiten in den Alltag zu transportieren.
  2. Die Gehmeditaion gibt deiner Meditation im Sitzen neuen Schwung indem sie für Abwechselung sorgt.
  3. Die Gehmeditation ist ein fester Bestandteil einer jeden intensiveren und längeren Meditionsschulung.
  4. Die Gehmeditation ist besonders geeignet, wenn der Geist sehr unruhig ist.

Was nützt dir die regelmäßige Meditation, wenn du dass was du in der Meditation gelernt hast nicht mit in deinen Alltag transportieren kannst. Dann bleibt die Meditation leer und fruchtlos. Lediglich auf einige schöne und erfüllende Momente in deiner Meditationssitzung beschränkt.

Meditation soll aber viel mehr als dir ein paar schöne Augenblicke schenken. Meditation soll doch dein ganzes Leben positiv verändern und zwar grundlegend.

Meditation im Sitzen, bewegungslos mit geschlossenen Augen in einer ruhigen Umgebung, das ist einfach. Darum wird die  Meditation im Sitzen auch häufig als die erste und einfachste Stufe der Meditation bezeichnet.

Aber was ist, wenn du von deinem Meditationskissen aufstehst und zur Arbeit gehst? Wenn du unfreundlichen Menschen begegnest die Streit suchen und nichts Gutes im Sinn haben. Was ist, wenn du den Druck und Stress des normalen Alltags spürst?

Häufig verpufft dann blitzartig die positive Energie deiner Meditationssitzung und löst sich innerhalb von Sekunden in Luft auf. 

In der Gehmeditation versuchst du deine im Sitzen erlernte Achtsamkeit hinüber in die Bewegung zu transportieren. Mit der Gehmeditation kommst du also dem wahren Leben in großen Schritten näher. 

Und am Ende deiner Reise ist dein ganzes Leben eine Art von Meditation. Ganz egal wo du bist, was du machst und was auch immer passiert - niemals verlierst du die Kontrolle und deine Achtsamkeit. Meditation ist in deinem ganzen Leben präsent.

Aber neben dieser Transportfunktion hat die Gehmediation jedoch noch einige weitere Vorteile.

Wenn du zum Beispiel im Ramen eines Mediationretreats, eines Workshops oder einfach nur innerhalb deiner eigenen intensiveren Praxis länger sitzt, dann ist irgendwann einfach der Punkt erreicht und du kannst nicht mehr sitzen. Und dann machen Körper und Geist zu, es geht einfach nichts mehr. Die Widerstände werden zu groß. 

Jetzt hilft dir die Gehmeditation wieder auf die Beine und sorgt dafür, dass du anschließend auch wieder besser sitzend meditieren kannst. 

Und noch bei noch einem Problem kann dir die Gehmeditation helfen. Nämlich dann, wenn dein Geist sehr unruhig ist und die dafür vorgesehenen Gegenmittel im Sitzen nicht wirken wollen. 

Orte und der geeignete Platz für die Gehmeditation

Du kannst die Gehmeditation im Freiem oder auch in einem geschlossenen Raum praktizieren. Eine geschützte Umgebung, Stille und Ruhe sind nützlich aber nicht unbedingt notwendig. Wenn möglich suche dir einen Ort, wo du unbeobachtet bist. 

In der Gehmeditation kommt es nicht auf die Ästhetik der Umgebung an, sondern darum einen Weg zu finden, dem du leicht folgen kannst. 

Ideal dafür ist eine möglichst gerade Stecke in der du fünf oder 10 Schritte aufeinander gehen kannst, um dich dann umzudrehen und in die andere Richtung zu gehen.

Möglich sind natürlich auch eine weitere Strecke oder das Gehen im Kreis.

Beginne deine Gehmediation mit jeweils 15 bis 30 Minuten und achte darauf, dass die Praxis angenehm und wohltuend ist.

Praktische Anleitung für deine erste Gehmeditation

Anleitung Gehmediation - junger Mönch liest in einem Buch.

Die ersten Schritte ...

Nehme dir für deine Gehmeditation etwa 15 bis 30 Minuten Zeit. 

Achte darauf, dass die Praxis für dich angenehm und wohltuend ist. 

Beginne indem du für eine Minute ganz bewusst und möglichst achtsam stehst. Zu Beginn darf sich deine Aufmerksamkeit und dein Geist frei bewegen. Die einzige Voraussetzung ist, dass du in der Gegenwart bleibst.

Hierbei geht es um das Erkunden des gegenwärtigen Augenblicks.

Du nimmst alles ganz bewusst war, was es in dem aktuellen Augenblick für dich zu entdecken gibt. Gerüche, Geräusche, Gefühle, Emotionen, ...

Halte deine Arme, wo wie es für dich angenehm ist. Auf dem Rücken, locker seitlich hängend oder vor dem Bauch verschränkt. 

Dann beginnst du mit dem Gehen.

Mit dem Einatmen hebst du die Ferse eines Fusses und mit dem Ausatmen setzt du den Fußballen des gleich Fusses wieder auf die Erde. Wechsel zum anderen Bein. Einatmen Ferse vom Boden lösen, Ausatmen Fuß mit dem Fußballen auf dem Boden absetzen. 

Teile jeden Schritt bewusst in drei einzelne Vorgänge ein:

  1. Ferse lösen und Anheben des Fusses
  2. Bein nach vorne schwingen
  3. Absetzen des Fusses auf dem Fußballen


Während des Gehens kannst du gedanklich wiederholen: lösen - schwingen - absetzen - lösen - schwingen - absetzen - usw.

Nach etwa 5 bis 10 Schritte oder wenn du am Ende angekommen bist, mache für etwa 1 Minute eine kurze aber bewusste Pause und beginne dann erneut mit dem Gehen.

Was gibt es zu beachten ...

- Die wichtigsten Regeln für die Gehmeditation -

  • Gehe so langsam wie es für dich angenehm möglich ist.
  • Halte deinen Kopf gerade und achte darauf, das Nacken und Schultern entspannt sind.
  • Gehe mit leicht geöffneten Augen ohne deine Umgebung genau zu betrachten
  • Achte nicht auf das, was um dich herum passiert.
  • Versuche nicht besonders würdevoll oder schön zu gehen.
  • Deine gesamte Aufmerksamkeit ist auf deinem Atem und die Verbindung mit den Schritten gerichtet.
  • Versuche bei jedem Schritt so viele Informationen wie möglich über die Bewegung zu bekommen:
    Wie fühlt sich der Fuß bzw. das Bein an, wenn es sich vom Boden löst, in der Luft ist oder beginnt wieder den Boden zu berühren? Spüre in deine Fußsohlen und versuche jeden einzelnen Muskel wahrzunehmen, der an der Bewegung beteiligt ist.


Was gibt es noch zu beachten:

  • Im Unterschied zum "normalen" Gehen wird in der Gehmediation ein Schritt erst komplett abgeschlossen bevor sich der andere Fuß bewegt.

Die Entwicklung von Achtsamkeit in der Gehmeditation ...

Entwicklung von Achtsamkeit in der Gehmeditation - kleiner Junge mit einer Planze

Versuche mit deiner Aufmerksamkeit jeweils nur bei einem Fuß bzw. Bein zu bleiben. Nimm alle möglichen Empfindungen in den Fußsohlen war.

Versuche den Moment zu erkennen, wenn dein Geist abwandert und deine Aufmerksamkeit nicht mehr auf die Bewegung und die Empfindungen des Fusses ist. 

Nutze diesen Aha Effekt, wenn du das Abschweifen bemerkt hast und lenke deine Aufmerksamkeit wieder zurück auf die Empfindungen in den Fußsohlen.

Jedes Bemerken des Abschweifens der Gedanken ist ein Training der Achtsamkeit.

Mit Ablenkungen während der Gehmeditation umgehen ...

​Wie auch in der sitzenden Meditation sind Ablenkungen "normal" und werden früher oder später auftreten. 

Gerade beim Gehen im Freien gibt es ja alles Mögliche zu sehen, zu hören, zu fühlen und zu riechen.

Wenn du bemerkst, dass deine Aufmerksamkeit von einem Objekt deiner Sinne - inklusiv dem Geistsinn, der Gedanken, Gefühle und Emotionen produzieren kann - abgelenkt worden ist, so nimm dir ein wenig Zeit, um die Ablenkung genauer zu untersuchen.

Ganz gleich, was es ist - ein Geruch, ein Geräusch, ein Gedanke, ein Gefühl -, halte kurz inne und sei es mitten in einem Schritt.

Nimm dir Zeit die Ablenkung zu untersuchen, erfreue dich daran und wenn das Interesse nachläßt, gehst du wieder mit deiner Aufmerksamkeit auf das Gehen und die Empfindungen im sich bewegenden Fuß.

Von der "Stop-and-go" Meditation zur Gehmeditation ...

​Ablenkungen und Abschweifen des Geistes sind in der Gehmeditation wie auch in allen anderen Meditationen gerade zu Beginn vollkommen normal und geradezu ein wichtiger Teil der Übungspraxis.

Bei der Gehmeditation ​​führt das häufige Stehenbleiben und die Untersuchung der Ablenkung am Anfang zu einer Art von "Stop-and-go-Gehen". 

Das ist vollkommen normal.

Im Verlauf der Übungspraxis werden sich in dem Maße wie sich die Konzentrationsfähigkeit verbessert, die Ablenkungen immer weniger werden. 

Das Gehen wird flüssiger und der Geist ruhiger und klarer werden.

Alternative Bewegungsmeditationen

​Die Sufi Bewegungsmeditation der vier Himmelsrichtungen
=> mehr Informationen und Anleitung

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