Starthilfe für die Meditation - Die Legende vom Reiskorn und dem Schachbrett - meditieren lernen!
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Die Legende vom Reiskorn und dem Schachbrett

​Wir Menschen haben eine schlechte Vorstellung davon, wie sich Dinge über die Zeit entwicken können. 

​Oft, wenn wir nicht schnell genug Fortschritte und Ergebnisse sehen können, werden wir ungeduldig und hören auf.

Wie sich aus etwas ganz Kleinem und einfachen etwas unvorstellbar Großes entwickeln kann, erfährst du in der nachfolgenden Geschichte.

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Legende vom Reiskorn und dem Schachbrett

Gemäss einer alten Legende lebte in Indien einst ein König namens Sher Khan. Während seiner Herrschaft erfand jemand ein neues Spiel, das wir heute als Schach kennen. 

Der König, war so begeistert von diesem neuem Spiel, das er den Erfinder zu sich an seinen Königshof rufen ließ, um ihn königlich zu belohnen. 

​Als der Erfinder, ein weiser Mann, vor dem König stand, sagte der König: "Du hast ein wahrhaft königliches Spiel erfunden und darum werde ich dich nun belohnen. Bitte bedenke ich bin der reichste und mächtigste König weit und breit und so werde ich dir jeden Wunsch erfüllen und sei er auch noch so ausgefallen."

Der weise Mann schwieg eine Weile und dachte nach.

Der König ermunterte ihn und sagte, er möge keine Scheu zeigen und einfach seinen Wunsch äußern. Der Mann jedoch erbat sich Bedenkzeit bis zum nächsten Tag, um über seinen Wunsch nachzudenken. Dann, so sagte er, wolle er dem König seinen Herzenswunsch mitteilen.

Am nächsten Tag trat der weise Man vor den König und bat um ein einziges Reiskorn auf dem ersten Feld des Schachbrettes. Der König lachte und fragte ihn, ob das wirklich alles sei, er könne sich doch mehr wünschen? Da antwortete der Mann, er hätte gerne auf dem zweiten Felde zwei Reiskörner, auf dem dritten vier, auf dem vierten acht, auf dem fünften Feld sechzehn Reiskörner.

Die königlichen Berater begannen laut zu lachen und dachten wie dumm dieser Mann doch sei. Schließlich hätte er sich doch Gold, Edelsteine oder riesige Ländereien wünschen können. Der König hatte ja schließlich sein Wort gegeben.

Nun war der König auch ein wenig verärgert und dachte sich ob der Mann ihn vielleicht für zu arm oder geizig halten würde. Nun wie dem auch sei. Der König entschloss sich dem Mann Reiskörner für alle 64 Felder des Schachbrettes zu geben - auf jedem Feld doppelt so viele wie auf dem Feld davor.

Mit einem Wink schickte der König den Mann aus dem Palast und ließ ihm an der Stadtmauer warten. Dorthin würde man ihm seine Reiskörner bringen. 

Der weise Mann ging leise lächelnd hinaus, setzte sich an die Stadtmauer und wartete geduldig auf seine Belohnung.

​Am Abend erinnerte sich der König an den seltsamen Wunsch und fragte seinen Hofmeister, ob der Mann seine Belohnung schon erhalten habe. Darauf hin wurde der Hofmeister ganz nervös und begann zu schwitzen. Stotternd sagte er dem König, dass sie die Belohnung nicht auszahlen könnten, da sie einfach zu groß sei. Sie hätten nun schon alle Getreidespeicher des Königs und auch der befreundeten Fürsten gelehrt, aber es wäre immer noch nicht genug Reis vorhanden. 

Da wurde der König fürchterlich wütend und schimpfte, sie sollten dem Mann nun endlich seine Belohnung geben, schließlich habe er es versprochen und das Wort des Königs werde niemals gebrochen. 

Da erklärten die königlichen Berater dem König, dass es im gesamten Königreich nicht genug Reis gäbe, um den Wunsch des Mannes zu erfüllen.  Ja, dass es auf der gesamten Welt nicht so viel Reis gäbe. Wenn er sein Wort halten wolle, müsse er alles Land auf der Welt kaufen, es in Reisfelder verwandeln und sogar noch die Ozeane als Ackerfläche trockenlegen lassen, um genügend Reis anpflanzen zu können.

König Sher Khan schwieg verblüfft. Dann fragte er, wie viele Reiskörner es denn seien. 18.446.744.039.484.029.952 Reiskörner war die Antwort.

[ 18 Trillionen, 446 Billiarden, 744 Billionen, 39 Milliarden, 484 Millionen, 29 Tausend, 952 Reiskörner]

Bei einem Gewicht eines Reiskorns von 0,003 Gramm würden alle Reiskörner auf dem Schachbrett etwa 540 Milliarden Tonnen wiegen. 

Da lachte der König schallend. Er ließ den weisen Mann zu sich rufen und machte ihn zu seinem neuen Berater.

​Das ist das Prinzip, wie die meisten Dinge wirklich funktionieren.

Viele Menschen wollen schnell sichtbare Erfolge, sie wissen nicht wie sich auch kleine Dinge über die Zeit entwickeln können.

Oft sind die Dinge so klein und scheinbar so unwichtig, das wir ihnen keine Bedeutung zumessen.

Wenn du zum Beispiel beginnst jeden Tag 10 oder 15 Minuten für das Training deines Geistes zu investieren, dann ist das nicht viel und du wirst auch am Anfang wahrscheinlich nicht sofort umwerfende Ergebnisse feststellen können.

Vielleicht denkst du: " Wie sollen 10 oder 15 Minuten pro Tag mein ganzes Leben verändern können."

Aber es funktioniert, wenn du es über einen längeren Zeitraum immer und immer wieder machst.

​Fast alle großen Erfolge von Menschen basieren auf dem gleichen Prinzip.

Von außen betrachtet scheint der Erfolg, der große Durchbruch quasi über Nacht gekommen zu sein. In Wirklichkeit aber sind es kleine Dinge, die über Jahre immer und immer wieder getan worden sind, die verantwortlich sind für den Erfolg.

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About the Author shambu

Diplom Kaufmann, Yogalehrer (BYV), Meditationskursleiter, Entspannungskursleiter, Kursleiter mentales Training und Gedankenkraft. Ich zeige dir die Formel für wahres Glück Hier lernst du, wie du geschickt mit deinem Geist umgehst, und dich nicht zum Sklaven deiner Gedanken machst. Glück, Zufriedenheit und Erfolg sind trainierbar.

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