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Atemmeditation
warum, weshalb und wie

Atemmeditation - Gruppe meditiert

Findest du auch die Beobachtung deines Atems sei eine im Grunde doch sehr langweilige Angelegenheit?

Dann bist du hier genau richtig!

Hier erfährst du warum der Atem das ideale Objekt deiner Meditation ist und warum die Beobachtung deines Atems das Beste und Interessanteste ist was du in deinem Leben machen kannst. 

Motivation - Warum den Atem beobachten

Die Konzentration auf den Atem in der Meditation ist ein zentrales Element der buddhistischen Weisheitsslehre, der weltweit bis zu 500 Millionen Menschen angehören. 

In unzähligen buddhistischen Klöstern sitzen Mönche viele Stunden am Tag und machen überwiegend nichts anderes als - ihren Atem zu beobachten.

Alle diese Menschen tun dies freiwillig, niemand wird dazu gezwungen. Diese Menschen waren früher vielleicht einmal Handwerker, Lehrer, Finanzbeamter oder Manager - aber jetzt beobachten sie stundenlang einfach nur ihren Atem. Tag für Tag, immer wieder auf´s neue. 

Warum in aller Welt tun sie das?

Sie könnten doch ganz normal arbeiten und sich von ihrem Geld etwas schönes kaufen, ein neues Auto zum Beispiel oder sie könnten einfach mal nach Paris ins Disneyland fliegen. Das Leben genießen und Spaß haben. Warum machen sie das nicht?

Hättest du einen dieser Mönche einmal getroffen und in seine Augen geschaut, dann wüsstest du es. Es wäre dir schlagartig klar geworden. Dann wüsstest du warum sie lieber den ganzen Tag ihren Atem beobachten als weltlichen Vergnügungen nachzujagen. Dann hättest du das Leuchten und den Glanz in ihren Augen gesehen. Du hättest durch ihre Augen bis in den hintersten Winkel ihres Herzens und ihrer Seele blicken können und hättest dort pures Glück, wahre Freude und all durchdringende Liebe gefunden. 

Denn wenn du die Feinheiten und das wahre Wesens deines Atem erkannt und wirklich gesehen hast, dann hast du die Welt mit all ihren Dramen, Leiden und Freuden gesehen - und begriffen. Du hast das Wesen des Mensch Seins erkannt. Dann brauchst du nicht mehr nach Paris ins Disneyland und auch kein neues Auto mehr. Du bist einfach nur glücklich und zufrieden.

Grundlagen der Atemmeditation

Konzentration & Achtsamkeit in der Meditation

Die Atemmeditation ist eine Meditation, bei der der eigene Atem das Objekt der Meditation ist.

In fast allen Arten von Meditationen geht es um die Hauptelemente Konzentration und Achtsamkeit. Die Fähigkeit zu großer Konzentration gipfelt in der sogenannten Einpünktigkeit. Im Sanskrit der alten indischen Gelehrtensprache steht dafür der Begriff "Ekagrata". 

Durch die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit kommt der Geist immer mehr zur Ruhe und nach und nach kann sich Achtsamkeit entwickeln. Achtsamkeit und Konzentration sind in der Meditation eng und untrennbar miteinander verbunden. 

Bei der Atemmeditation ist das Objekt der Konzentration, was auch als Meditationsobjekt bezeichnet wird, der Atem. Die ständige und wiederholte  genaue Beobachtung des Atem führt zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit. Indem wir das Abschweifen des Geistes vom Meditationsobjekt erkennen und unsere Aufmerksamkeit immer wieder erneut auf unsere Atmung ausrichten entwickeln wir Achtsamkeit.

Was Achtsamkeit genau ist und wie sie wirkt erfährst du hier.

Vorteile der Atemmeditation

Neutral, immer da und kostenlos

Der Atem als Meditationsobjekt - die Vorteile

Der Atem ist zunächst ein Meditationsobjekt, was wir immer bei uns haben egal wo wir uns befinden, es ist jederzeit verfügbar und kostet nichts.

Der Atem ist eines der wenigen Dinge, mit denen wir nicht automatisch eine Wertung verbinden. Eine Kerze, ein Stein oder ein Bild können je nach Person und dem Erlebten negativ oder positiv besetzt sein. Der Atem ist in der Regel für uns neutral. Er ist halt einfach da - und zwar von unserer Geburt bis zu unserem Tod. 

Der Atem ist also ein Prozess den wir beobachten können ohne zu denken und ohne damit Gefühle oder Emotionen zu verbinden.  

Der Atem als Spiegel des Lebens

Der Atem ist sozusagen ein Spiegel der Natur bzw. des Lebens selbst. 

Alles Leben ist ein Prozess und das einzig Konstante sind die ständigen Veränderungen im Leben. Alles in der Natur ist einem ständigen Wandel, einem Kommen und Gehen unterworfen. Alles besteht aus Kreisläufen. Dem Kreislauf der Natur, dem Kreislauf des Lebens und Sterbens. 

In unserer Atmung finden wir genau diesen stetigen Wechsel, diesem stetigen Kreislauf wieder. Einatmen und Ausatmen, der Atem kommt, der Atem geht. Das Ende, die Ausatmung ist die Voraussetzung, dass etwas neues, nämlich der Einatem geschehen kann. 

Damit etwas neues geschehen kann, muss etwas altes beendet werden. 

Allerdings, das Geheimnis der Atmung offenbart sich uns nicht auf den ersten Blick, sondern erfordert ein tieferes Eintauchen, so wie wir es eben in der Meditation praktizieren. 

Der Atem - die Verbindung zur Außenwelt

Der Atem ist weiterhin unsere Verbindung zur Außenwelt.

Er ist sozusagen eine Brücke über die wir die Außenwelt in Form von Luft und Sauerstoff in uns aufnehmen und verarbeiten. Und mit jedem Ausatem geben wir einen Teil von uns an die Außenwelt wieder ab. 

Die Atmung verbindet uns daduch letzten Endes auch mit allen anderen Lebewesen. Das was wir heute Einatmen stammt vielleicht von einem anderen Lebewesen, das es gestern ausgeatmet hat usw..

Der Atem - der Anker in der Gegenwart

Und zum Schluss hilft uns der Atem wunderbar in der Gegenwart zu bleiben. Normalerweise befinden wir uns ja mit unseren Gedanken mehr in der Vergangenheit und der Zukunft als in der Gegenwart. 

Der Atem passiert aber ausschließlich im Jetzt. Wenn wir also unseren Atem beobachten können, dann befinden wir uns automatisch im Hier und Jetzt.

In dem wir in der Meditation lernen immer länger unsere Aufmerksamkeit stabil auf die Atmung gerichtet zu halten, lernen wir immer länger im Hier und Jetzt zu bleiben. 

Bei der Beobachtung und Untersuchung des Atems in der Meditation gibt es verschiedene Techniken und Hilfsmittel die uns helfen das Interesse an der Atmung nicht zu verlieren. 

Im Wesentlichen geht es darum den Atem in all seinen Facetten - Einatem, Ausatem, Atempausen - so genau wie möglich zu untersuchen und zu analysieren. Dabei ist es die Kunst, unsere vorhandenen Annahmen und inneren Bilder über den Atem zu vergessen und den Atem wie mit den Augen eines Kindes, das etwa zum ersten Mal im Leben erblickt zu sehen.

Die wichtigsten Techniken sind die des Atemzählens, des Atem Folgens und des Verbindens. Mehr zu diesen Techniken findest du im kostenlosen 7-tägigen Meditationskurs oder ganz ausführlich im Kurs "Meditieren lernen".

Methoden und Techniken die dir helfen deine Aufmerksamkeit auf den Atem gerichtet zu halten

Frau erstaunt

Und jetzt zum Schluss geht es noch ganz konkret um verschiedene Methoden und Techniken die du in deiner Meditation anwenden kannst. 

In der Meditation sollen wir die Atmung beobachten. 

Mit reiner Willenskraft ist es jedoch kaum möglich die Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum auf die Atmung gerichtet zu halten. 

Der Trick dabei ist: Statt mit Willenskraft versuchen wir den Geist mit Aufgaben rund um die Atmung zu beschäftigen, um das Interesse an der Atmung aufrechtzuerhalten. Dazu gibt es verschiedene Methoden und Techniken.

Technik des Atemzählens

Bei dieser Technik zählst du die Atemzüge, wobei du aber generell nicht weiter als bis 10 zählen solltest, da sonst das Zählen an sich in dem Mittelpunkt der Meditation gelangen würde. 

Die Technik des Atemzählens kannst du auch ruhig zwischendurch in der Meditation anwenden, wenn du merkst, dass dein Geist sehr unruhig wird oder ist. Meistens reicht es dabei aus, wenn du versuchst 5 Atemzüge ununterbrochen zu zählen. 

Verschiedene Möglichkeiten wie du den Atem zählen kannst findest du hier.

Technik des Atem Folgens

Bei dieser Technik versuchst du die einzelnen Phasen eines Atemzyklusses genau zu beobachten und zu untersuchen. 

Du beginnst mit dem Einatmen. Beobachte und untersuche genau, wann der Einatem beginn, wie lange er dauert und wann er beendet ist. Wann beginnt der Ausatem und wann ist er beendet? Wann beginnt die Pause nach dem Ausatmen? 

Wie du siehst gibt es also eine Menge rund um die Atmung zu untersuchen.

Während der Beginn der Ein- und Ausatmung wahrscheinlich relativ einfach zu erkennen ist, ist es bei dem Ende schon etwas schwieriger. Versuche herauszufinden, wann genau die Ein- oder Ausatmung beendet ist. 

Und noch etwas kann dir bei der Beobachtung deines Atems auffallen.

Bei der Untersuchung deines Atems wirst du wahrscheinlich merken, wie du unwillentlich den natürlichen Fluss der Atmung beeinflusst. 

Vielleicht atmest du jetzt tiefer oder langsamer, als du es ohne Beobachtung des Atem machen würdest.

Auch dies kann ein interessanter Punkt in deiner Meditation sein. Beobachte einmal wie sich das Bedürfnis zur Kontrolle und Beeinflussung deines Atems gegenüber den natürlichen Fluss des Atems entwickelt und verändert. 

Technik des Atem Verbindens

Wenn du es schaffst die einzelnen Phasen eines Atemzyklus genau zu beobachten und wahrzunehmen, dann geht es in einem nächsten Schritt um die Wahrnehmung von Empfindungen im Zusammenhang mit der Atmung und anschließend um die Verbindung mit geistigen Zuständen.

Wie fühlt sich zum Beispiel der Ein- oder Ausatem an, wenn du bestimmte Gedanken oder Gefühle wahrnehmen kannst. Wie verändern sich die Pausen, usw..

Tipps - Atemtechniken

Zum Schluss noch zwei Tipps wie du generell deine Aufmerksamkeit stärker auf deine Atmung gerichtet halten kannst.

Zum einen kann es am Anfang hilfreich sein, die Atemzyklen zu benennen. Beim Einatmen sagst du dir zum Beispiel gedanklich Ein oder Anfang und beim Ausatmen Aus oder Ende. 

Wenn du zu den Menschen gehörst, die stärker visuell oder kineastisch veranlagt sind, dann kannst du dir auch vorstellen, wie sich dein Körper oder zum Beispiel ein Kreis beim Einatmen ausdehnt und sich mit dem Ausatmen wieder zusammen zieht.